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Training session ala brotherhood - Druckversion

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Training session ala brotherhood - Serena Rheed - 21.10.2025

Nach der Niederlage gegen Thanos war das Treiben auf Plum Island irgendwie ein wenig nervöser geworden. Nicht zuletzt, weil da eine Bedrohung über ihnen schwebte, die noch gefährlicher war als erwartet, aber auch, weil das Abkommen und die Menschen eben nicht die Einzige Bedrohung für die Mutanten geworden war. Serena gab es ungerne zu, aber auch sie fühlte sich inzwischen sehr unwohl. Sie kam immer häufiger auf die Insel, nicht zuletzt weil sie hier sie selbst sein konnte. Flügel, Krallen, einfach alles. Es war befreiend sich nicht jeden Tag verstecken zu müssen. Die Zusammentreffen mit der Diebin Sienna machte es nicht gerade leichter sich wohl in ihrer Haut zu fühlen. Obwohl diese sie das letzte Mal eben nicht offensiv angegeriffen hatte, gingen Bemerkungen wie Freak und dergleichen eben auch nicht einfach an ihr vorbei. Die Mutantin hatte von kleinauf damit zu kämpfen anders zu sein. Sie hatte allein lernen müssen damit zurecht zu kommen, als ihre Eltern sie verstoßen hatten, ja gar die Regierung auf den Hals gehetzt hatte. Seitdem war sie so oft untergetaucht und hatte den Kopf bedeckt gehalten. Es war ermüdend. Und umso besser war es für sie hier sie selbst sein zu können. Niemand schaute sie blöd von der Seite an wegen ihrer äußeren Erscheinung. Niemand hatte hier ein Problem mit ihr. Und das war ein verflucht befreiendes Gefühl, trotz all der Umstände außen herum. Serena verschrieb sich der Sache der Bruderschaft mit jedem Tag mehr, weil sie sich hier akzeptiert fühlte. Das war von Tag eins schon so gewesen, als Erik sie hier aufgenommen hatte.
Und heute würde sie sogar ein wenig mit ihm trainieren können. Serena war sich im Klaren darüber, dass ihre Fähigkeiten vollkommen unterschiedlich waren. Während Magnetismus nun nicht gerade physisch war, waren Serenas Mutanenkräfte nahezu vollkommen darauf ausgelegt. Aber das hieß ja nicht, dass sie nichts von ihm lernen konnte. Und darauf war sie heute einfach sehr gespannt, während sie sich auf den Weg zum Trainingsplatz machte, ihre Flügel auf ihrem Rücken angelegt. Die Schusswunde von vor einigen Wochen an ihrem Flügel war inzwischen vollkommen verheilt, sodass sie keine Probleme haben würde diese nutzen zu können.


RE: Training session ala brotherhood - Erik Lehnsherr - 30.11.2025

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#001 | ✡ | it's either kill or be killed
Der Kampf gegen den Titan lag nun erst eine kurze Weile zurück. Erik hatte sich nach der Auseinandersetzung eine Zeit lang zurückgezogen und erholen müssen. Sein Fähigkeiten hatten auch auf ihn eine nicht unerhebliche Einwirkung, die ihn sowohl mental als auch körperlich massiv beanspruchten und grade im Kampf gegen Thanos hatte er sie effizient eingesetzt; hatte am Ende sogar temporär sein Augenlicht verloren. Inzwischen hatte sich auch das wieder eingependelt und Erik hatte sich wieder seiner Insel und dem Leben auf dieser widmen können. Es war unruhig geworden. Und er wusste auch ganz genau warum.

Jene Nervosität war jedoch nicht das Einzige was er erkannte. Er sah auch die unterschwellige Wut und den Tatendrang, der mit einherging — pures Potential. Thanos hatte ihr Zuhause bedroht, ihre Heimat und jene, die sie ausmachten. Erik kannte seine Leute auf dieser Insel gut — nicht jedem gefiel das und nicht jeder würde das auch so auf sich sitzen lassen. Thanos hatte nur befeuert was längst schon in allen von ihnen schlummerte.

In Serena erkannte er ein ganz ähnlich Wandlung, auch wenn es eher die Befreiung war, die sie zu genießen schien — eben durch das Leben auf Plum Island, wo sie sein konnte wer sie war. Sie war zuletzt immer öfter hergekommen und er glaubte zu spüren, dass aus dem ehemaligen Findelkind allmählich eine Verbündete wurde, die sich mitziehen und ggbfs. zu einem nicht ganz weit entfernten Zeitpunkt, auch einsetzten ließ.
Sie schien sich an einem Punkt ihrer Wandlung zu befinden an dem sie nochmal beeinflussbarer und offener für effektivere Handlungswege war. Und das würde Erik ihr im heutigen Training beweisen wollen.
Denn wer auch immer es war, der ihren Planeten und ihre Existenz bedrohte oder in Frage stellte — sie konnte nie genug sein!

Erik kam nach Serena auf dem Trainingsplatz an. “Das sieht aus als wärst du bereit.”, stellte er nüchtern fest, vor allem aber laut genug, damit die Mutantin ihn hören und direkt bemerken konnte. “Ich war ganz überrascht als du dich nach dem Training erkundigt hast — welches tiefere Anliegen verschafft mir die Ehre?”, fuhr er fort und versuchte dabei ganz geschickt und fließend nachzubohren.


RE: Training session ala brotherhood - Serena Rheed - 28.12.2025

Die Mutantin drehte sich zu Erik um, als sie seine Stimme vernahm. Die letzten Wochen hatten sie alle sehr mitgenommen und Serena hatte wohl bemerkt, dass auch Erik sich eine Weile lang hatte zurückziehen müssen, damit er wieder voll bei Kräften war und sich der Sache wieder annehmen konnte. Thanos war eine ernstzunehmende Bedrohung und wenn jemand so starkes wie Erik schon so aus dem Kampf hervorging - den sie dann nicht einmal gewonnen hatten - dann war das nur ein Zeichen dafür, dass sie alle noch so viel stärker werden mussten. Sich noch so viel mehr Mühe geben mussten. So nickte die Braunhaarige auf seine Worte.
Das unterschwellige nachbohren zu ihrem Motiven entging ihr nicht, aber es machte ihr auch nichts aus, wenn sie ehrlich sein sollte. Erik wollte wissen wo er dran war, das war nachvollziehbar. Alle anderen Beweggründe waren seine eigenen und ihr somit natürlich schleierhaft. Solange Serena hier aber etwas Wertvolles mitnehmen konnte war ihr das vermutlich auch relativ egal, wenn sie ehrlich sein sollte.
"Ich denke mir geht es da, wie vielen anderen. Es wird täglich schwieriger sich als Mutant in dieser Welt wohl zu fühlen.. einen Platz zu haben. Die Regierung, Thanos... die Menschen... Ich muss gestehen mich unwohl zu fühlen. Unsicher. Und ich möchte tun was ich kann, um das zu ändern", antwortete Serena ehrlich. Nachdenklich legte sie den Kopf schief und warf einen Blick auf den Trainingsplatz um ihnen herum. "Ich möchte nicht mehr nur dastehen und zusehen", fügte sie etwas leiser hinzu. Ihre Finger formten sich zu Fäusten, während ihre Gedanken für einen Augenblick lang schweiften. Sich immer zurückhalten zu müssen, verstecken zu müssen und trotzdem immer der Böse zu sein wegen dem, als was man geboren war. Das war ungerecht und dagegen wollte sie etwas tun. Die Menschen mussten doch einsehen, dass dieser Hass vollkommen ungerechtfertigt war. Und bei Kämpfen wie gegen Thanos ließen sie dann den Übernatürlichen den Vortritt. Das machte doch letzlich auch gar keinen Sinn.


RE: Training session ala brotherhood - Erik Lehnsherr - 14.02.2026

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#002 | ✡ | it's either kill or be killed
Erik ließ Serena nicht aus den Augen, während sie ihm erklärte, weshalb sie so unbedingt trainieren wollte — verborgen hinter dem Deckmantel der Bruderschaft, als diene ihr Eifer allein einer höheren Ideologie. Seine Haltung nahm feine Nuancen von Kritik und Skepsis an, als er langsam die Arme vor der Brust verschränkte. “Altruismus, also.” Seine Stimme war trocken, von leichter Abwertung begleitet.
Die Worte der Mutantin klangen, so wie sie ihren Mund verlassen hatten, wie die einer Pazifistin. Jemand der eben nur hier war um die Menschen mit banaler Schönrederei umzustimmen — eben wie etwas was Charles sagen oder tun würde, nur weniger intelligent und wesentlich theoretischer.
Es waren die Worte einer unschlüssigen jungen Frau, die nach etwas Halt suchte — etwas das sie greifen und in die richtige Richtung lenken konnte. Erik hörte zwischen den Zeilen allerdings auch Ungeduld, Eifer und eine schwach hallende Wut heraus — und damit konnte er arbeiten. Wie weit sie wirklich zu gehen bereit war, würde sich hingegen noch zeigen aber Erik war sich sicher, dass er sie noch ein ganze Stück weit treiben konnte…

Er benötigte keine Geste, kein sachtes Nicke — nicht eine Bewegung — um die nötige Energie aufzubringen und Serena, ohne jegliche Vorwarnung, den Halten unter den Füßen zu rauben und sie einige Meter entlang des Trainingsplatzes zu katapultieren. Das sollte sie nicht großartig verletzten, dazu war der Ältere noch zu “sanft” gewesen aber ihr eben einen kleinen Schock versetzten.

Erik löste die verschränkte Körperhaltung auf und ging in langsam aber bedachten Schritten Serena nach, holte so wieder zu ihr auf. “Glaube bloß nicht, dass die Menschen auch nur eine Sekunde zögern werden, wenn sie dich derart defensiv sehen.”, setzte er an und musterte die junge Mutantin aufmerksam, abwartend wie sie reagieren würde. “Dich hinter dem ‘wie es den Meisten geht’ zu verstecken, wird dich nicht weit bringen. Wir sind nicht die Meisten, sonst sähe unsere aktuelle Situation ganz anders aus. Aber wir überleben, weil… Es nicht reicht, einfach nur ein guter Mensch sein zu wollen!” Erik streckte langsam den Arm und somit die Hand nach Serena aus, um die sich magentafarbene Energie zentriert hatte.

”Das sollte dir inzwischen klar sein.”, fügte er hinzu. “Auch, wenn es natürlich sehr viel edler klingt, so wie du es ausgedrückt hast.” Allerdings konnten niemand von ihnen ihr Leben mit Edelmut freikaufen — nicht beide den Menschen und erst Recht nicht bei Thanos. Erik hatte gesehen und erlebt wozu, der Titan imstande war und der hatte geradezu beispiellos beweisen, wie niederträchtig er war. Nichts anderes blieb auch ihnen übrig, wenn sie eine Chance haben wollten. Der Angriff seitens Thanos hatte Erik in jeder seiner Überzeugungen nur mehr bestärkt.


RE: Training session ala brotherhood - Serena Rheed - 19.03.2026

Die Braunhaarige konnte den Unterton in seinen Worten deutlich heraushören. Das war nicht sonderlich schwer, vor allem für eine junge Frau wie sie, die sehr darauf bedacht war andere Personen zu beobachten und abzuschätzen, wie sie reagieren und handeln würden. Das war über die Jahre in Fleisch und Blut übergegangen, auch wenn es nicht dabei half zu erkennen, als Erik sie nach hinten wegschleuderte. Überrascht weiteten sich ihre Augen, während sie sich in der Luft jedoch durch das Ausbreiten ihrer Flügel drehte und den Aufprall damit vermied. Ihre Flügel bliebe zu den Seiten ausgebreitet, als ihre Füße wieder Kontakt zum Boden herstellten.
"Also soll die einzige Möglichkeit sein... genauso grausam zurück zu schlagen?", hinterfragte Serena, während sich ihre Krallen an den Händen langsam ausfuhren und sie eine kämpferischere Haltung annahm. Die Brünette wusste selbst, dass ihre Zukunft gerade hier in New York davon geprägt sein würde, gegen die Menschen anzukämpfen. Gegen das Abkommen anzukämpfen. Sie war keine Pazifistin, nicht wirklich. Aber sie wusste eben auch nicht, ob sie bereit war, genauso grausam und skrupellos gegen die Menschen vorzugehen, wie diese es gegen sie taten. Ihre Eltern... diese Mistkerle, die den Untergrund hatten hochgehen lassen... all das waren Beispiele für ihre Grausamkeit. Vielleicht... vielleicht halfen Worte ja wirklich nicht.
Serena schlug mit ihrem Flügel gegen eine Holzbank nicht weit von ihr und schleuderte diese Erik entgegen, bevor sie sich selbst vom Boden abstieß, um ihm entgegen zu fliegen. Ihre gelben Augen hatten sich dabei in Konzentration und wohl auch etwas Wut verengt. Sie wusste, dass sie gegen ihn nicht so leicht ankommen würde, weil sie eine Nahkämpferin war. Sie musste nah an eine Person heran, damit sie ihre übermenschliche Stärke und ihre Krallen einsetzen konnte. Schon häufiger hatte sie sich gefragt, ob sie auch irgendwas aus der Ferne tun könnte, aber bisher war dem nicht so. Vielleicht war es auch einfach nicht möglich. Das war okay. Für den Moment würde sie sich eben auf nicht-metallische Gegenstände beschränken müssen und versuchen müssen nah an ihn heran zu kommen.


RE: Training session ala brotherhood - Erik Lehnsherr - 06.06.2026

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#003 | ✡ | it's either kill or be killed
Serena zeigte, dass sie mit direkten Angriffen durchaus umgehen konnte. Zumindest bis jetzt. Geschickt hatte sie sich abgefangen und mithilfe ihrer Flügel ausbalanciert, um ohne weitere Probleme auf dem Boden zu landen und wieder festen Grund unter den Füßen zu bekommen.
Ihre Worte ließen Eriks Schläfen unruhig zucken. In seinen Ohren konnte er immer noch eine gewisse Skepsis aus ihrem Tonfall heraushören. Als wäre sie noch nicht vollkommen überzeugt — warum sonst, sollte sie trotz Allem, was sie erlebt und auf Plum Island gesehen hatte, noch derart nachhaken.

”Du hast gesehen, wie wir hier leben. Den Frieden und die Ruhe selbst ausgekostet. Glaubst du das wäre mit den Menschen auch möglich? Geh’ rüber auf das Festland! Sieh’ dir noch die Möglichkeiten an, die wir unter ihren Bedingungen hätten.”, befeuerte Erik seinen Standpunkt abermals. Wir sind keine Monster.” Es waren allein die Menschen, die sie dazu machten.
Die Bank, die ihm mit voller Wucht entgegengeschleudert wurde, war recht schnell und effektiv abgewehrt. Die gebündelte Energie, um Eriks Hand, formte ein Schutzschild und federte das Möbelstück gleichzeitig zur Seite hinweg ab. Der Ältere hatte sich nicht grade viel dafür bewegen müssen.

Ein grober Fehler war es, ihn nur auf seine magnetischen Fähigkeiten zu reduzieren — wo seine volles Potential doch so viel umfangreicher war. Erik hatte, nach all den Jahrzehnten, selbst inzwischen ein sehr gutes Bild von seinen eigenen Kräften. Serena hingegen war noch jung, für sie galt es eben dieses Potential noch weiter zu erforschen und auszureizen. Genau deswegen waren sie hier.

Erik kam noch einige Schritte näher auf Serena zu. Er wusste, dass sie eine Nahkämpferin war und es besorgte ihn dennoch nicht. “Sag’ mir, wie viel haben deine friedlichen Worte bisher ausrichten können? Haben die Menschen auf sie gehört? Haben sie dich beschützt?”, erwiderte er. Erik startete keinen weiteren Gegenangriff — er überließ die Initiative Serena. Sie sollte sich nicht nur gegen ihn verteidigen müssen, sondern selbst aus sich herauskommen. Adler waren schließlich Raubvögel. Jäger.

”Denk’ darüber nach: Wenn die Menschen hier her kämen — was würde wohl passieren? Mit diesem Ort, mit all den Mutanten, die hier leben — den Kindern, den Verletzten; den Ausgestoßenen, die nichts weiter mehr haben.” Die Menschen würden wohl kaum einfach nur wieder gehen und sie in Ruhe lassen als wäre diese Insel nicht weiter wichtig. Sie würden eine Bedrohung in ihnen sehen, eine Gefahr und sie unmittelbar bekämpfen. Wie immer. “Es reicht nicht aus, dass wir uns einfach immer nur verteidigen. Das ändert gar nichts.”, fügte er hinzu, während er scheinbar schutz- und regungslos dastand und Serena streng musterte.